Caseinate feiern ihr Comeback

Neue Optionen für High-Protein-Produkte

High Protein ist längst im Massenmarkt angekommen. Proteinshakes, RTD-Drinks, Riegel, Milchprodukte und Medical Nutrition sorgen für eine stetig wachsende Nachfrage nach hochwertigen Milchproteinen.
Gleichzeitig wird die Beschaffung anspruchsvoller. Vor allem Whey Protein Concentrate (WPC) und Whey Protein Isolate (WPI) sind von hoher Nachfrage, begrenzten Verarbeitungskapazitäten und stark gestiegenen Preisen betroffen. Damit rückt eine etablierte Proteinquelle wieder stärker in den Fokus: Caseinate.

Datum

WPC und WPI: Preis und Verfügbarkeit werden zum Risiko

WPC80 und WPI90 waren lange die bevorzugten Zutaten vieler High-Protein-Produkte. Doch inzwischen konkurrieren Sports Nutrition, Active Nutrition, Healthy Aging, Medical Nutrition und klassische Lebensmittel um dieselben hochwertigen Whey-Fraktionen. Das Angebot kann mit dieser Entwicklung nur begrenzt Schritt halten. Insbesondere Filtrations-, Konzentrations- und Trocknungskapazitäten lassen sich nicht kurzfristig erweitern. Die Folge sind knappe Verfügbarkeiten und erhebliche Preissteigerungen. WPC80 hat sich innerhalb relativ kurzer Zeit von rund 12 Euro pro Kilo auf deutlich über 20 Euro entwickelt. Aktuell werden Preise von weit über 25 Euro pro Kilo aufgerufen. Auch WPI bewegt sich auf einem sehr hohen Preisniveau. Für Hersteller stellt sich deshalb nicht mehr nur die Frage nach dem Preis. Ebenso wichtig wird die Frage, ob die benötigten Mengen zum gewünschten Zeitpunkt überhaupt verfügbar sind.

Caseinate als strategische Alternative

Caseinate bieten hier interessante Möglichkeiten. Mit einem Proteingehalt von über 90 Prozent eignen sie sich hervorragend für proteinreiche Formulierungen und bringen gleichzeitig wichtige technologische Eigenschaften mit.
Sie können unter anderem Emulgierung, Stabilität, Wasserbindung und cremige Texturen unterstützen. Besonders interessant sind sie deshalb für RTD-Drinks, Nutrition Shakes, Desserts, angereicherte Milchprodukte sowie klinische Ernährung.
Dabei geht es nicht zwingend darum, Whey vollständig zu ersetzen. Bereits eine teilweise Substitution kann die Abhängigkeit von WPC und WPI reduzieren.

Whey und Caseinat sinnvoll kombinieren

Auch ernährungsphysiologisch kann die Kombination interessant sein. Whey steht für eine vergleichsweise schnelle Aminosäureverfügbarkeit, während Casein langsamer verdaut wird. Ein Dual-Protein-Konzept aus Whey und Caseinat kann deshalb nicht nur Vorteile bei Kosten und Beschaffung bieten, sondern auch eine interessante Produktpositionierung ermöglichen. Formulierungsversuche zeigen zudem, dass in bestimmten Anwendungen ein erheblicher Anteil des Whey-Proteins durch Calciumcaseinat ersetzt werden kann, ohne zentrale Eigenschaften wie Proteingehalt, Löslichkeit, Textur oder Geschmack wesentlich zu beeinträchtigen.

Diversifikation als Absicherung

Traditionell wurden Proteinquellen vor allem anhand von Nährwert, Funktionalität und Preis bewertet. Inzwischen kommt ein vierter Faktor hinzu: Versorgungssicherheit. Eine Rezeptur kann technologisch hervorragend funktionieren. Wenn sie jedoch stark von einem Rohstoff abhängig ist, dessen Preis erheblich schwankt und dessen Verfügbarkeit eingeschränkt ist, entsteht ein wirtschaftliches Risiko. Caseinate können deshalb Teil einer diversifizierten Proteinstrategie sein. Das Ziel ist nicht zwingend, WPC und WPI zu ersetzen, sondern die Abhängigkeit davon gezielt zu reduzieren.

Fazit

Der aktuelle Markt für WPC und WPI zeigt, wie wichtig eine breitere Rohstoffstrategie geworden ist. Neue Produktionskapazitäten können den Markt mittelfristig entlasten, kurzfristig bleiben Preise und Verfügbarkeit jedoch schwer kalkulierbar.
Caseinate bieten hier eine interessante Alternative: hoher Proteingehalt, technologische Funktionalität und weniger Abhängigkeit von knappen Whey-Proteinen. Als Anbieter von Caseinaten unterstützen wir unsere Kunden dabei, diese vielseitige Proteinquelle gezielt für neue Rezepturen oder als Alternative zu WPC und WPI einzusetzen. Kommen Sie auf uns zu und lassen Sie sich durch unsere Technologen erfolgreich beraten.

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Kontaktieren Sie uns unter food@trinova.ch – wir beraten Sie gerne und unterstützen Sie bei der Auswahl der passenden Lösung für Ihre Anwendung.

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